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"Das Schloss im Sumpf" - Aufführung der Theater-AG

12.06.2014

Kurz nach dem völlig ausverkauften Musical heißt es in der Aula der Voßschule wieder „Vorhang auf!“ Am Freitag ist die Premiere der Neuinszenierung des Eutiner Stückes „Das Schloss im Sumpf“ - aufgeführt von der Theater-AG der Voß-Schule. Karten können für einen geringen Unkostenbeitrag im Sekretariat der Schule erworben werden.

Die ganze bekannte Welt wird bereits von der Herrin des namenlosen Grauens beherrscht. Nur ein kleines Königreich, das von einem Schloss im Sumpf aus regiert wird, ist noch frei. Dessen König interessiert sich aber vielmehr für die nächste Mahlzeit denn für die nahende Bedrohung. Als die Magierin dem Prinzen von einer durch die böse Herrin entführte Prinzessin berichtet, kommt Bewegung in das verlotterte Schloss. Heldenhaft eilt der Prinz der Schönheit und somit auch der ganzen Welt zur Hilfe. Prinz, König, Schloss, entführte Prinzessin, böse Magierin und ein Liebespaar. Eine Märchengeschichte wie jede andere, altbekannt und schon unzählige Male aufgeführt – könnte man denken. Doch gerade hierin liegt die Raffinesse des Stückes, es handelt sich nämlich nicht um ein normales Märchen, sondern um eine Märchengroteske. „Im Stück kommen zwar die typischen Personen vor, diese handeln aber ganz anders“, erläutert die Schülerin Helke, die in der Arbeitsgemeinschaft mitwirkt. Gekonnt spielt das Stück mit den traditionellen Märchenmotiven, heraus kommt ein komisches Stück, dem es jedoch nicht an bösen und gruseligen Passagen mangelt.

Doch welche Seite gewinnt am Ende? Gelingt es dem trottligen Prinzen die Welt zu befreien? Oder erobert die Herrin auch die letzte Bastion der Freiheit? Janina Hermuth, die Leiterin der AG, schweigt sich dazu noch aus: „Ob es ein Happy End geben wird, verraten wir nicht.“ Ein klassisches Ende dürfte in Anbetracht der Konzeption des Stückes jedoch eher unwahrscheinlich sein. Interessant ist aber nicht nur das Stück, sondern auch die Geschichte dahinter. „Das Schloss im Sumpf“ wurde 1995 geschrieben und uraufgeführt – und zwar von zwei Lehrern des Eutiner Weber-Gymnasiums. Die Musik stammte aus der Hand eines ehemaligen Weber-Schülers. Unter der Leitung von Rudi Schnell und Hartmut Ihnenfeldt wirkte damals auch Hermuth am Stück mit. Nach dem Tod Schnells im vergangenen Jahr entstaubte die Lehrerin das Stück nach fast 20 Jahren und entschied sich für eine Neuinszenierung.

Der Tag der Premiere ist der kommende Freitag, Freitag der 13. „Wir sehen das einfach als gutes Vorzeichen“, lacht Hermuth. Sonst stehen die Zeichen aber gut, die Motivation sei sehr hoch und auch in das Bühnenbild wurde dieses Jahr viel Arbeit gesteckt. Die bisher am besten verkaufte Vorstellung sei übrigens die am Montag, an dem Tag findet das WM-Gruppenspiel Deutschland gegen Portugal statt. „Im letzten Jahr hatten wir 500 Besucher, diese Marke würden wir gerne knacken“, so Hermuth. An drei Tagen werden die gut 20 Schüler der 9. bis 13. Jahrgangsstufe auf der Bühne der Voß-Aula stehen. Premiere ist am Freitag dem 13., die weiteren Vorstellungen finden am Samstag dem 14. und am Montag, dem 16. Juni statt. An allen Tagen wird sich der Vorhang um 19:30 öffnen, Einlass ist wenige Minuten vorher. Die Karten können im Sekretariat der Voß-Schule erworben werden, der Ticketpreis liegt für Schüler bei zwei, für Erwachsene bei vier Euro.

F. Schädlich

Vielen Dank an http://www.der-reporter.de für die Erlaubnis der Veröfffentlichung.