Nachrichten

Uncle Bill's Will - kleines Theater ganz groß!

09.07.2014

Am Dienstag war wieder einmal Theaterzeit an der Voß-Schule. Was passiert, wenn ein böser Piratenkapitän die beiden Kinder Kate und Jack um ihr legitimes Erbe bringen will? Da geht’s hoch her! Mit Seemannsliedern, Zollkontrollen, blinden Passagieren, aber andererseits auch lieben, verschmitzten Typen, die den Kindern am Ende auf einer fernen, fernen Insel zu ihrem Recht verhelfen und dafür sorgen, dass der böse Kapitän und seine ziemlich dämliche Mannschaft dort den Rest ihres Lebens fristen müssen... Und all das auf Englisch!

24 Sextanerinnen und Sextaner steckten die Zuschauer mit ihrer Begeisterung an. Fächerübergreifend hatten sie sich auf diese Aufführung  vorbereitet. In Kunst wurden Handpuppen gebastelt – fachmännisch unterstützt durch die Kunst- und Klassenlehrerin Frau Weißenfels. All diesen Puppen sah man den Ideenreichtum ihrer kleinen Schöpfer an. Allesamt waren sie unterschiedlich und hatten ihren persönlichen Touch.
Im Musikunterricht probte man unter der Leitung von Frau Drenckhahn wochenlang intensiv mit dem Klassenchor. Doch nicht nur das. Normalerweise werden solche Chöre ja von dem Musiklehrer auf dem Klavier begleitet. Aber nicht so in dieser Klasse, in der es so viele Instrumentalisten gibt, dass man sich den Luxus leisten konnte, alle Musikstücke von unterschiedlichen Ensembles begleiten zu lassen. Auch das eine oder andere Instrumenten-Solo war absolut beeindruckend.
Nicht zu unterschätzen war offensichtlich auch die Energie, die die Schüler in ihrem Englischunterricht bei Frau Himmerkus in die schöne und gut intonierte  Aussprache ihrer englischen Texte gesteckt hatten. Da zeigten sich Talente, die im „normalen“ Unterricht sicher häufig versteckt bleiben.
Nach dem ersten Akt überraschten und begeisterten die Sextaner die  Zuschauer, gerade die jüngeren, mit selbst gebackenen Cake-Pops, die natürlich auch Piraten darstellten. Klar, den Piraten musste man an den Kragen, gern auch, indem man sie gemeinsam aufaß.
Alles in allem blieb bei den Zuschauern in dem bis zum letzten Platz ausgefüllten Aufführungssaal der Eindruck einer Klasse, die vor Enthusiasmus, Lust, Können und beeindruckender Kreativität nur so sprühte. Und das tat gut – und lässt auf weitere Stücke dieser Art hoffen.

M. Himmerkus