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Voß-Schüler begeistern bei Auftaktveranstaltung in der Kreisbibliothek

13.11.2014

Zum 31. Mal ist am vergangenen Freitagabend der Startschuss zu den Kinder- und Jugendbuchwochen gefallen. Bis zum 22. November werden an 80 Schulen und Büchereien im ganzen Land 300 Veranstaltungen rund um Bücher und das Lesen stattfinden. Mit dabei sind Autoren wie die drei Fragezeichen Schriftsteller Ulf Blank und Kari Erlhoff oder Gernot Gricksch. Bei der Auftaktveranstaltung präsentierten Achtklässler der Voß-Schule Eutin selbst geschriebene „Slam“-Texte. Mit dabei war auch der Schirmherr, Landtagspräsident Klaus Schlie.

Angefangen bei einem surrealistisch angehauchten Tag voller Eier, über ein im falschen Zeitalter erwachtes Mammut, bis hin zur Schule des Grauens. Die Zuhörer in der Kreisbibliothek zeigten sich am Freitagabend von den ebenso kreativen wie faszinierenden Vorträgen der Schüler sichtlich beeindruckt. Der sogenannte Poetry Slam bildete den Hauptteil des Abends. Dabei werden eigene Texte den Zuhörern lebendig vorgetragen, auf die die Vortragsweise wird viel Wert gelegt. Anders als üblich wurden jedoch keine Platzierungen vergeben.

Die 8a der Johann-Heinrich-Voß-Schule hatte sich unter Anleitung des bekannten Slamers und Autors Björn Högsdal mit dem Thema beschäftigt und eigene Texte verfasst. Einen ganzen Schultag lang brachten die Schüler ihre Ideen gemeinsam mit Högsdal zu Papier. Dabei waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dementsprechend unterschiedlich waren auch die Ergebnisse. Mal ähnelten die Texte eher einem Gedicht, mal einer Erzählung oder gar einer Aufzählung. Im Unterricht wurden die Texte mehrmals präsentiert und wieder überarbeitet. „Wir haben uns viel Zeit dafür genommen, aber ich glaube, das war auch wichtig“, so Deutschlehrer Milan Drews, der mit seiner Klasse am Workshop teilnahm.

Der abendliche Auftritt vor dem prominenten Publikum war dann freiwillig. Elf Jungen und Mädchen trugen auf der Bühne ihre Texte vor. Drews zeigte sich sehr erfreut über die Aktion: „Die Klasse war echt begeistert dabei, das war genau das Richtige für sie. Ich glaube, sie sind daran ein Stück gewachsen.“ Für den Abend hatten die Schüler sogar noch einen weiteren Slam vorbereitet. Beim Book-Slam hatten sie drei Minuten Zeit, auf eine kreative Art und Weise ihr Lieblingsbuch zu präsentieren. Das geschah zum Beispiel im Rahmen einer Nachrichtensendung oder einer Kontaktanzeige eines einsamen Buches.

Der Book-Slam stellt eine Möglichkeit dar, Kinder und Jugendliche fürs Lesen zu begeistern. Für das spätere Berufsleben sei Lesekompetenz unglaublich wichtig, betonte Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor des Büchereivereins Schleswig-Holstein. Deshalb müsse die Leseförderung unbedingt weiter vorangetrieben werden. Bis zum 22. November werden 15.000 Kinder-und Jugendliche die Chance haben, einen Autor persönlich kennenzulernen, sich mit Büchern zu beschäftigen oder Erfahrungen mit dem Schreiben zu sammeln. Auch Landtagspräsident Klaus Schlie stellte fest: „Ein Buch kann durch nichts ersetzt werden.“ Von den Vorträgen beeindruckt, griff er sich am Ende noch einmal das Mikrofon und lud die Schüler kurzerhand ins Landeshaus ein. Bei einer der nächsten Landtagssitzungen können sie ihr Können dort erneut unter Beweis stellen.

F. Schädlich

Vielen Dank an http://www.der-reporter.de für die Erlaubnis der Veröfffentlichung.