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Bericht vom Voß-Lauf

13.11.2015

Als die ersten Schüler morgens um kurz nach acht Uhr losliefen, da kämpfte die Sonne noch mit dem Nebel um die Vorherrschaft. Allerdings schien keiner der Anwesenden auch nur im Ansatz daran zu zweifeln, dass dieser Samstag auf jeden Fall ein sonniger Tag werden würde: Es war doch Voß-Lauf im Fritz-Latendorf-Stadion!

Wie jedes Jahr im September - tatsächlich weiß niemand so genau, seit wann denn eigentlich - treffen sich Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige außerhalb der Schulroutine, um gemeinsam zu laufen, anzufeuern und sich am reich bestückten Büffet zu laben. Die begehrte Siegertrophäe eines T-Shirts mit Voß-Logo und Schriftzug für die Sieger gibt es seit fast zwanzig Jahren, seit 1996, weiß Birgit Behr. Sie und ihre Kollegin Margit Pasikowski organisieren Jahr für Jahr dieses Sportevent. Für die Schüler ist die Teilnahme Pflicht. Eine Pflicht, die so manche(r) auch freiwillig gerne auf sich nimmt. Werden vom ersten Schultag an die “Frischlinge”, die neuen Fünfklässler, im Sportunterricht auf DAS Schulevent vorbereitet, so sind die Abiturienten von einer Teilnahme entbunden. Es zeigt, wie sehr sich die Schüler mit “ihrem” Voß-Lauf identifizieren, wenn sich trotzdem Freiwillige finden, an den Wettkämpfen teilzunehmen. Für die restlichen Abiturienten galt es, mit der alten Lauftradition auch eine neue Tradition zum Ausdruck zu bringen: der “Motto-Lauf”. In diesem Jahr war es “Doppelt /Doppelgänger”. Entsprechend verkleidet kamen alle Abiturienten ins Stadium und liefen eine Ehrenrunde durch den Seescharwald, um dann fröhlich und spielerisch unter großem Applaus ein letztes Mal entspannt durch die Ziellinie zu sprinten.

Ein wenig anders als sonst war der Voß-Lauf in diesem Jahr dann doch - so war es aufgrund der Baumaßnahmen zur Landesgartenschau nicht möglich, um den Eutiner See herumzulaufen. Somit wurden Wendepunktstrecken festgelegt und der Duathlon (Läufer und Radfahrer wechseln sich ab) wurde komplett aus dem Wettbewerb genommen. Dreihundertunddreißig Schüler und Schülerinnen gaben ihr Bestes beim 2,5 km langen Crosslauf durch den Seescharwald, intensiv angefeuert durch ihre Schulkameraden. Viele Läufer stürmten bereits zu Beginn derart schnell los, dass sich die Eltern freuten, wenn ihre Sprößlinge - häufig hochrot und kraftlos - sicher durch die Ziellinie einliefen.

Mit dem Sieger T-Shirt beglückt wurden: Paulina (10:05,22), Jan-Hendrik (8:50,52), Lina (9:15,26), Max-Janis (8:49,93), Cora (9:30,42), Lennard (8:34,24), Helena (9:00,56), Nicolas (8:23,34), Helena (10:07,34) und Nic (8:13,05). Überall auf den zu laufenden Strecken waren Eltern als Streckenposten positioniert - galt es doch nicht nur die Läufer auf ihrer Bahn zu halten, sondern auch ausgeführte Hunde vom Mitsprinten abzuhalten. Die zwei Mal 5 Kilometer Pendellstaffel ging um die Fissauer Bucht, über die noch offene Brücke. Von den vierundvierzig gestarteten Paaren liefen folgende Schüler als Sieger durch die Ziellinie: Franziska/Larissa (45:19), Hannah/Leonie (43:52), Jakob/Konstantin (38:15), Alexander/Lukas (34:18). Der Schulrekord wurde gebrochen von Jana/Lola (Schulrekord 42:14 Min) und Bjarne/Daniel (Schulrekord 34:49 Min). Beim Start der dreiundsechzig Läufer der Königsdisziplin um neun Uhr, den 10 Kilometer-Lauf am Eutiner See, hatte sich die Sonne erfolgreich gegen den kühlen Nebel durchgesetzt. Wie erwartet. Es liefen diese Strecke unter einer Stunde: Robert (52:29), Madita (48:27), Jonna (47:22), Jonas (39:17), Anna (44:28), Kilian (38:58), D. Habeck (39:20), A. Kühl (50:27), C. Lux (40:35), Moritz S. (39:19).

Text von Frauke Loukili
veröffentlicht im Der Reporter Eutin