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Team Ostholstein bei der Mathe-Olympiade

07.03.2017

In der Freizeit rechnen und knobeln und anschließend den eigenen Lösungsweg auch noch gut nachvollziehbar aufschreiben? Das kann richtig anstrengend sein, aber auch viel Spaß machen! Auch in diesem Jahr „durften“ die besten Mathematikschülerinnen und -schüler aus Eutin, Bad Schwartau und Oldenburg im Ostholstein-Team ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Am vorvergangenen Wochenende kämpften sie sich an der Uni Flensburg durch zwei vierstündige Klausuren und freuten sich anschließend über gelungene Resultate. Unter der Leitung von Michael Rehbein (Bad Schwartau) und der Kreisbeauftragten für die Mathematik-Olympiade, Birgit Behr (Eutin), fanden sich die dreizehn Gymnasiasten zu einer Mannschaft zusammen. Die Älteren (ab Klasse 7) übernachteten gemeinsam mit allen Teilnehmern der anderen Kreise in der Jugendherberge in Flensburg. Belohnt wurden die Ostholsteiner nicht nur mit Urkunden und Siegprämien, sondern auch mit einem tollen  Freizeitprogramm rund um die Fördestadt. Anspruchsvolle Aufgaben galt es in dieser dritten Runde, dem Landesentscheid, zu bewältigen, sie lagen teilweise deutlich über dem Niveau der Kreisentscheide im November. Dort hatten sich alle Teilnehmer für Flensburg qualifiziert, indem sie in den schleswig-holsteinischen Kreisen den jeweiligen Regionalwettbewerb gewonnen oder aber eine herausragende Punktzahl errungen hatten.

Das Team „Ostholstein“ reiste mit Hilfe einiger Eltern in zwei Etappen in den Norden Schleswig- Holsteins, da die Fünft- und Sechstklässler nur am Samstag, dem zweiten Tag der Veranstaltung, aktiv waren. Dort wurden sie vertrauensvoll in die Obhut der betreuenden Lehrkräfte gegeben. Und trotz des Fortfalls der letztjährigen erfolgreichen Abiturienten schlugen sich die Ostholsteiner wieder sehr gut. So verpasste Voßschüler Aaron (Kl. 12) in der Oberstufe nur um einen Punkt eine Anerkennung, nachdem er sich mit interessanten Aufgaben auseinandergesetzt hatte, die sich deutlich vom mathematischen Schulstoff unterscheiden. Ähnlich erging es seinen Mitschülern Reimar und Felix in der Olympiadeklasse 10, die in Teilaufgaben schon gute Lösungen zeigten, denen aber noch die Landesrundenerfahrung fehlte. Hier hätte Weberschülerin Lisa-Marie vielleicht helfen können: Als Zweitplatzierte des Kreises wäre sie ebenfalls wieder qualifiziert gewesen, sie befindet sich jedoch gerade im Ausland.

In den Mittelstufenjahrgängen hatten sich der Oldenburger Nick und Leibnizschüler Hendrik (Bad Schwartau) für das OH-Team als regional beste Neuntklässler qualifiziert, dazu gesellten sich Nicks Mitschüler Malte und Emma sowie Julia (GaM Bad Schwartau) aus Klasse 7. Alle fünf zeigten schon gute, in Teilaufgaben sehr gute Lösungen, doch reichte es teilweise knapp noch nicht zu einer Anerkennung der Jury. Ostholstein punktete allerdings in Klasse 8: Hier konnte Paula (Leibniz) mit ihrer Erfahrung aus den letzten Jahren wieder auf das Treppchen springen, für ihre prima Leistungen erhielt sie einen dritten Platz. Nur zwei Binnenpunkte fehlten ihr für eine Nominierung im Schleswig-Holstein-Team für die Bundesrunde in Bremerhaven, lediglich vier Punkte trennten sie vom Sieg in dieser Altersklasse. Ähnliches glückte wieder einmal der Schwartauerin Lilly. Auch in  diesem Jahr rechnete sie sich wieder auf einen Podestplatz und wurde als Sechstklässlerin jetzt mit Bronze belohnt. Als blinde Schülerin schreibt sie ihre Aufgaben mit einer besonderen Tastatur und hat enorm vom Mathecamp in Westensee im Jahr 2016 profitiert. Im letzten Jahr hatte sie sich mit einem Spitzenplatz in Klasse 5 dafür qualifizieren können. Und dies gelang in diesem Jahr erstmalig dem Eutiner Voßschüler Arne: Er beeindruckte die Korrekturcrew mit einer 10-Punkte Aufgabe und erhielt damit für seine tolle Gesamtpunktzahl einen zweiten Preis, der auch mit einem Gutschein und der Camp- Teilnahme im Juli verbunden war. Nur wenige Punkte dahinter erhielt Arnes Mitschüler Oliver eine Anerkennung, die einem vierten Platz entspricht. In seiner ersten Aufgabe hatte er die Ergebnisse richtig erkannt, lediglich seine schriftlichen Erklärungen reichten den Korrektoren noch nicht. Auch der Kreissieger in Klasse 6, der Oldenburger Finn, ärgerte sich über genau dieses Versäumnis, kann sich aber auch im nächsten Jahr weiter verbessern. Koordinatorin Birgit Behr (Voßschule) hofft natürlich, dann in 2018 wieder mit einem tollen Team aus Ostholstein zur Landesrunde fahren zu können, die für die 57. Mathematik-Olympiade wahrscheinlich wiederum in Flensburg stattfinden wird.
B. Behr