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„Jugend trainiert“ – gemeinsam bewegen: Voß-Schule setzt Zeichen für den Schulsport

25.09.2020

Die Deutsche Schulsportstiftung als Träger des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia & Paralympics hat zusammen mit den Kultusministerien der Länder und den am Wettbewerb beteiligten Sportverbänden zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen, der am 30. September stattfinden wird.

Die Corona-Pandemie hatte den Sportbetrieb an Deutschlands Schulen, und damit auch den Schulsportwettbewerb, seit Mitte März fast vollständig zum Erliegen gebracht. Zu Beginn des neuen Schuljahres soll nun ein Zeichen für die Notwendigkeit von Bewegung, Sport und Spiel im schulischen Alltag gesetzt und ein Bekenntnis zum Schulsport abgegeben werden.

Zu diesem Zweck bereitet jede teilnehmende Schule kreativ und individuell ein Bewegungsangebot, zum Beispiel in Form einer bewegten Pause oder im Rahmen einer Unterrichtsstunde, vor, das die lokalen und von den Schulen selbst verordneten Abstands- und Hygieneregeln berücksichtigt. Ausgestattet werden alle Schulen mit „Jugend trainiert“-Paketen, die unter anderem Startnummern, Urkunden, Aufkleber und ein Banner enthalten, damit die Schulen – räumlich voneinander getrennt, aber in der Idee vereint – ein sichtbares gemeinsames Signal aussenden können.

Die Johann-Heinrich-Voß-Schule beteiligt sich an der Aktion mit einem Staffellauf, bei dem die Klassen der Schule versuchen, den aktuellen Olympiarekord über 5000m von 12:57min zu unterbieten. Die Klassen jedes Jahrganges laufen dabei in separaten Durchgängen nicht nur gegen diese Zeit, sondern auch gegen die Parallelklassen. Diese Aktion soll auch einen gewissen Ersatz für den traditionellen Voßlauf bieten, der in diesem Jahr leider aufgrund der aktuellen Situation ausfallen muss. Schon in der laufenden Vorbereitung während des Sportunterrichtes war die große Motivation aller Beteiligten zu spüren und nun fiebern alle auf den 30. September hin.

Das ambitionierte Ziel der Initiatoren lautete im Vorfeld, mindestens 1.000 Schulen und 100.000 Schülerinnen und Schüler für den Aktionstag zu begeistern. Noch bevor die Anmeldefrist auch in den letzten beiden Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern am 18. September verstreicht, steht fest, dass diese Marken deutlich übertroffen werden können. Björn Lengwenus, Schulleiter der Hamburger Stadtteilschule Alter Teichweg und Mitglied einer von der Deutschen Schulsportstiftung einberufenen Expertengruppe, ist überzeugt, die große Resonanz sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass „Schulen sich danach sehnen, das Schulleben wieder aufleben zu lassen.“

Was die bisherigen Anmeldungen zeigen: Mehr als die Hälfte aller beteiligten Schulen werden Grundschulen sein. Das nimmt die Deutsche Schulsportstiftung mit großer Freude zur Kenntnis, weil mittelfristig ohnehin eine Verjüngung des Schulsportwettbewerbs angestrebt wird. Die vorliegenden Zahlen zum Aktionstag seien eine Bestätigung dafür, „dass wir auf dem richtigen Weg sind, zukünftig jüngere Altersklassen verstärkt mit einbinden zu wollen“, meint die Geschäftsführerin der Stiftung, Friederike Sowislo.

Zudem verzeichnen die Organisatoren einen erfreulichen Zuspruch von Schulen, die auf die Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf ausgerichtet sind. Mehr als 11 % aller angemeldeten Schulen fallen in diese Kategorie und sind Beleg der inklusiven Ausrichtung von „Jugend trainiert“.

„Der Aktionstag wird zeigen, dass Sport an Schulen auch in der gegenwärtigen Situation und unter Einhaltung aller notwendigen Abstands- und Hygieneregeln möglich und sinnvoll ist“, so die Geschäftsführerin. „Wir danken den engagierten Lehrkräften, die mit uns gemeinsam ein Zeichen für den Schulsport und ‚Jugend trainiert‘ setzen wollen, und wünschen allen Schülerinnen und Schülern, die dabei sein werden, viel Spaß und Freude an der Bewegung.“