Profil

Am Haupteingang gibt es kaum eine Veränderung. Übersicht auf die Schule vom Wasserturm: Neben kleinen Veränderungen fällt besonders der neue ausgehobene Sportplatz auf. Auch auf der linken Seite der Schule sieht man den neuen Anbau, der zu den Naturwissenschaften führt. Blick vom Osten her: Es wurden ein paar Renovierungen vorgenommen und die Natur nahm ihren Lauf. Blick vom Lehrerzimmer: Wo früher eine Rasenfläche war, befinden sich heute der Anbau und unsere Mensa. Auch in der Stadt sieht man viele Veränderungen. Der Vorraum beim Haupteingang: Nach einem Brand in der Schule mussten überall Feuerschutztüren eingesetzt werden. Unsere Aula wurde vollständig erneuert. Der Treppenaufgang Das frühere Elternsprechzimmer dient heute als Archiv. Das Lehrerzimmer hat sich, neben einer neuen Einrichtung, wenig verändert. Das Direktorenzimmer ... ... ist nach einer Brandstiftung vollkommen umgestaltet worden und erhielt auch neues Mobiliar. Die Druckerei im Dachgeschoss unserer Schule wurde Ende 2007 wieder in Betrieb genommen. Die alten Druckpressen aus der damaligen Zeit, die natürlich nur noch als Ausstellungsstücke dienen, sind bis heute sehr gut erhalten. Am Musikraum wurde nur wenig verändert. Bis auf die Tatsache, dass die Tür an die linke Seite verlegt wurde und aus der alten Tür (hinten rechts) ein Wandschrank wurde. Der Werkraum ... ... hat sich kaum verändert außer, dass sich an jeder Werkbank ein eigener Stromanschluss befindet. Die Turnhalle wurde umgebaut und ist vollständig renoviert worden. Neben neuen Turngeräten wurden auch die Wände neu verkleidet. Der Bio-Übungsraum wurde in einen neuen Anbau verlegt und völlig erneuert. Der Chemie-Übungsraum wurde ebenfalls in den neuen Anbau verlegt und erneuert. Die Brunnen stehen immer noch da, wo sie ursprünglich standen. Die Sieverthalle wird von den Voss-Schülern sehr oft genutzt. Viele Veranstaltungen finden dort statt, wie z.B. Lehrer-Schüler-Fussball-Tunier, Bundesjugendspiele, Basketball.

Geschichte

1309

Beginn als Lateinschule, an der der geistige Nachwuchs ausgebildet wird. Mit der Zeit werden auch Hebräisch und Griechisch unterrichtet. Der Unterricht wird von Geistlichen vorgenommen. Jedoch findet kein durchgehender Unterrichtsbetrieb statt, sondern nur wenn gerade Bedarf besteht.

1566

Eigentliche Gründung der späteren Johann-Heinrich-Voß-Schule als "Gelehrtenschule". Die Schule wird auf eine sichere wirtschaftliche Grundlage gestellt, indem das Lübecker Domkapitel die Besoldung des "Schulmeisters" übernimmt und zwar zu "ewigen tagen". In der Stiftungsurkunde heißt es: "... das ... ein gelerter mann von einem schollmeister darvon soll besolldet und unterhallten werden, der die Jugend in gottesforcht, guten sitten und Kunsten soll underweisen und fleißig leren."

1782 - 1802

Johann Heinrich Voss (1751-1826), Übersetzer der Ilias und der Odyssee, ist Direktor an der Schule. Die Stelle wurde ihm von seinem Freund und Studienkollegen Graf Stolberg vermittelt. Zu dieser Zeit befindet sich die Schule in der Schlossstraße 9. Als um 1802 seine gesundheitlichen Probleme zunehmen, entscheidet Voß sich, bei Herzog Peter Friedrich Ludwig um die Entlassung aus dem Schuldienst zu bitten.

1821

Durch eine umfassende Neuordnung des Eutiner Schulwesens entsteht aus den drei Klassen der Stadtschule und der bisherigen Gelehrtenschule die "Vereinigte Gelehrten- und Bürgerschule". Damit ist die Zeit der an die Kirche gebundenen Lateinschule vorbei.

1833

Die Klassen ziehen in einen Neubau an der Plöner Straße, in dem das Gymnasium bis 1920 bleibt (heute befindet sich dort das Carl-Maria-von-Weber-Gymnasium).

1859

Trennung der "Vereinigten Gelehrten- und Bürgerschule" in ein staatliches Gymnasium und eine städtische Schule.

1913

Die Stadt Eutin errichtet auf dem "Kamp" oberhalb des damaligen Stadtgebietes ein großes Schulgebäude für die wenige Jahre zuvor gegründete Realschule. Der Erste Weltkrieg verhindert eine notwendig gewordene Neuordnung des Schulwesens in Eutin.

1920

Umwandlung des Gymnasiums in ein Reformrealgymnasium und Umzug in das heutige Schulgebäude.1937Seit dem 9. September

1937

Die Schule erhält den Namen "Johann-Heinrich-Voß-Schule".

1946

Am 24. Januar wird der Schulbetrieb unter äußerst schwierigen Bedingungen wieder aufgenommen, nachdem er auf Anordnung der britischen Militärregierung am 10. Mai 1945 an allen Schulen eingestellt worden ist.

1971

Umwandlung der Oberstufe zur "Studienstufe", in der an die Stelle der bisherigen Klassenverbände ein System von Pflicht- und Wahlkursen tritt.

1973

Einführung der Koedukation. (In den zwanziger und dreißiger Jahren haben mehrfach einzelne Mädchen die Oberstufe der Voßschule besucht und das Abitur gemacht.)

1982

Die Voß-Schule wird aus der Trägerschaft des Landes Schleswig-Holstein entlassen und geht in die Trägerschaft des Kreises Ostholstein über.

1984

Errichtung eines großen Erweiterungsbaues für die Naturwissenschaften und anschließend eine umfassende Grundinstandsetzung des Altbaus. Nun existieren 24 Klassen- bzw. Kursräume und 16 Fachräume). Die Aula umfasst 250 Sitzplätze.

1995

Die Obersekunda kehrt zu der Ordnung der Klassenverbände zurück.

2007

Fertigstellung der Mensa

2009

Fertigstellung des Sprachlabors. Schüler haben nun die Möglichkeit, gleichzeitig über Mikrofon und Kopfhörer ihre Aussprache zu üben.

2010

Die Voß-Schule geht in die Trägerschaft der Stadt Eutin über.

Literatur:
Eine ausführliche Darstellung mit vielen Quellenauszügen und Belegen findet sich in "Die Johann-Heinrich-Voß-Schule zu Eutin und ihre Vorgängerschulen", verfasst von dem früheren Lehrer dieser Schule Dr. Ulrich Pohle und fortgeführt für den Zeitraum von 1966 bis 1984 von seinem Kollegen Dr. Horst Seepel. Abgedruckt in: Festschrift zur feierlichen Übergabe des Erweiterungsbaues für den naturwissenschaftlichen Unterricht. – Eutin 1984, S. 9-87.

Eine anschauliche und ausführliche Geschichte der Stadt Eutin, die auch wichtige Beiträge zu Johann Heinrich Voß und zur Voß-Schule enthält, stammt von dem früheren Lehrer der Voßschule Ernst-Günther Prühs, erschienen in Struve’s Buchdruckerei und Verlag, Eutin 1993.

Umfangreiches Material und zahlreiche Dokumente befinden sich im alten Archiv der Voß-Schule.