Unterricht

Mittelstufe

Leitung:

Stephan Kober
E-Mail: Stephan.Kober@schule.landsh.de
Tel.: 04521 / 7946-24

Assistenz: Kerstin Manns

Aufgaben:

  • Zusammensetzung der Klassen und Kurse der Klassen 7-9
  • Wahlpflichtangebote und 3. Fremdsprache
  • Aufnahmegespräche
  • Fördermaßnahmen
  • Hinführung zum Mittleren Schulabschluss
  • Laufbahnberatung
  • pädagogische und Zeugniskonferenzen
  • Kooperation schulpsychologischer Dienst
  • Rechtsfragen

Als ich vierzehn war, war mein Vater unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in sieben Jahren dazugelernt hatte. Mark Twain

Die Zeit der Mittelstufe ist eine bewegte Zeit, in der aus Kindern junge Erwachsene werden. Diese pubertäre Entwicklung ist durch viele Veränderungen gekennzeichnet, die sowohl ins Elternhaus als auch in die Schule hineinwirken. Oft reiben sich die Jugendlichen mit ihren Eltern und Lehrern, um sich selbst und ihren eigenen Weg zu finden. Das ist für alle Beteiligten zuweilen schwierig, da dieser Abnabelungsprozess in der Regel selten so bruchlos und gradlinig verläuft, wie die begleitenden Erwachsenen sich das vorstellen.

Es ist uns wichtig, die Schülerinnen und Schüler in dieser Phase der Identitätsentwicklung und Persönlichkeitsbildung zu unterstützen. Gerade in der Mittelstufe nimmt die Begleitung hinsichtlich dieser Orientierung eine ähnlich gewichtige Rolle wie der für ein Gymnasium selbstverständliche Ausbau fachlicher und methodischer Kenntnisse und Fähigkeiten ein.

Deshalb: Zögern Sie bei Problemen nicht, sich mit uns in Verbindung setzen, ganz gleich, ob es sich um fachliche Schwierigkeiten oder erzieherische Sorgen handelt: Denn die Arbeit mit Menschen braucht vor allem Zeit und Geduld.

Im Folgenden haben wir Ihnen einige Antworten auf „Fragen zur Mittelstufe von A-Z“ zusammen gestellt, die mehr oder weniger häufig an uns gestellt werden.

Aufnahme:

Wir nehmen gern Schüler in die Mittelstufe auf, sofern unsere Kapazitäten (Klassengrößen) es zulassen. Grundsätzlich ist dafür ein Beratungsgespräch mit der Mittelstufenleitung erforderlich, um pädagogische und fachliche Voraussetzungen (z.B. Fremdsprachen) zu prüfen und bei einem Bundeslandwechsel z.B. zu überlegen, welche Bücher im Vorwege gelesen werden sollten.

Sollten schulinterne Probleme Anlass für einen Wechselwunsch sein, dann empfehlen wir, diese zunächst in der aktuell besuchten Schule zu bearbeiten und zu lösen.

Aufstieg:

Von Klassenstufe 7 bis Klassenstufe 9 steigen die Schüler ohne
Versetzungsbeschluss auf. Dieser Aufstieg kann aber mit einem Vorbehalt versehen werden, wenn schwerwiegende Bedenken bestehen.

Verordnung: „Gelangt die Klassenkonferenz zu der Auffassung, dass die erfolgreiche Mitarbeit in der folgenden Jahrgangsstufe aufgrund erheblicher fachlicher Mängel nicht zu erwarten ist, verbindet sie den Aufstieg in die Jahrgangsstufe 8 oder 9 mit dem Vorbehalt, dass die Schülerin oder der Schüler zum Schulhalbjahr in die zuvor besuchte Jahrgangsstufe zurücktreten muss, wenn zu diesem Zeitpunkt weiterhin einer erfolgreichen Mitarbeit entgegenstehende erhebliche fachliche Mängel gegeben sind. Die Klassenkonferenz legt zusammen mit der Entscheidung über den Vorbehalt Fördermaßnahmen fest. Hat die Schülerin oder der Schüler ein Schuljahr aufgrund der Empfehlung nach Absatz 1 Satz 2 oder ein Schulhalbjahr aufgrund des Rücktritts nach Satz 1 wiederholt (Anm.: d.h. freiwillige Wiederholung) und gelangt die Klassenkonferenz weiterhin zu der Auffassung, dass eine erfolgreiche Mitarbeit aus den in Satz 1 genannten Gründen im folgenden Schuljahr nicht zu erwarten ist, wird sie oder er in die nachfolgende Jahrgangsstufe der Gemeinschaftsschule schrägversetzt. Die Schrägversetzung ist schriftlich zu begründen und den Eltern gemeinsam mit dem Zeugnis zu übermitteln.“ (Schulartverordnung Gymnasium, gültig ab 1.8.2014, §6,2)

Austauschprogramme:

Alle 2 Jahre veranstalten wir Austauschfahrten nach Italien (Trento) in Klasse 8 bzw. 9 sowie nach Litauen (Kl. 9/E1). Wer teilnimmt, empfängt jeweils einen Gegenbesuch, die Aufenthaltszeiten umfassen ca. 8-9 Tage pro Fahrt. Unsere weiteren Austauschprogramme mit Finnland (Mikkeli), USA (Lawrence) und Polen finden in der 10. Klasse, also im ersten Jahr der Oberstufe,  statt.

Begabtenförderung:

Zur Förderung besonders begabter Schüler arbeiten wir mit externen Fachleuten zusammen und haben ein differenziertes Konzept dazu entwickelt, das vom Ministerium unterstützt wird. Die Pfiffikus-Gruppe (Leitung: Frau Behr) trifft sich regelmäßig in mehrwöchigem Abstand für 2-3 Stunden an wechselnden Wochentagen, um projektartig verschiedene, über den Unterricht hinausgehende Fragestellungen zu bearbeiten. In dieser Gruppe sind Schüler der Klassen 5 (2. Halbjahr) -8 (1. Halbjahr). Auch seit Einführung von G 8 machen viele der Schüler, für die diese Förderung interessant ist, eifrig und mit Freude mit. Nach 8/1 wird diese Förderung stärker individualisiert und in der Leuchtturm-Gruppe (Leitung: Frau Himmerkus, Herr Petritz) mit höherem wissenschaftlichen Zuschnitt weitergeführt und kann bis in die Oberstufe hinein fortgesetzt werden.werden.

Berufsorientierung:

Ab Klassenstufe 8 begleiten wir die Schüler in ihrer beruflichen Orientierung. Wir haben dazu ein „BO-Curriculum“ erstellt, das viele Bausteine und Vorhaben beinhaltet, von einer Stärken-Schwächen-Analyse über Bewerbungstraining bis hin zum Betriebspraktikum. Bei aller Verschiedenheit haben wir klare Ziele: Erstens möchten wir, dass unsere Schüler im Laufe ihrer Schulzeit ihre Berufsvorstellungen ambitioniert, aber auch realistisch entwickeln. Und zweitens wollen wir umgekehrt unseren Schülern das Rüstzeug und das Selbstbewusstsein mitgeben, eine Ausbildung bzw. ein Studium ihrer Wahl nicht nur zu beginnen, sondern auch erfolgreich zu beenden.

Erster allgemeinbildender Abschluss:

So heißt der frühere Hauptschulabschluss. Er wird mit der Versetzung von Klasse 9 in die Einführungsphase der Oberstufe erworben. „Die Schülerinnen und Schüler erwerben sowohl im achtjährigen als auch im neunjährigen Bildungsgang mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss und mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 11 den Mittleren Schulabschluss.“ (Schulartverordnung Gymnasium, gültig ab 1.8.2014, § 8,2)

Fördern:

Wir fördern sowohl Schüler mit besonderen Begabungen (s. Begabtenförderung) als auch Schüler, deren Leistungen Anlass zur Sorge geben. Dazu dient unser Intensivierungsunterricht (s. Intensivierung). Bei Bedarf nutzen wir auch die Möglichkeit, Schüler in der Lernwerkstatt (i.d.R. Kl. 5-8) gezielt zu unterstützen.
Daneben gibt es das „Schüler-Coaching“ (Nachhilfe). Dort können Schüler in sehr kleinen Gruppen für einen begrenzten Zeitraum gegen einen geringen Kostenbeitrag unter Anleitung eines Oberstufenschülers ihre Defizite bearbeiten. Termin: i.d.R. Montagnachmittag. Ansprechpartnerin: Frau Dietrich.
Je nach fachlicher und pädagogischer Einschätzung vereinbaren wir auch Maßnahmen und Ziele mit den Schülern und mit Ihnen, z.B. in Form von individualisierten Förderplänen, durch die Defizite möglichst konkret bearbeitet und abgebaut werden sollen.

Französisch:

In der Einführungsphase der Oberstufe (E1) können Schüler einen international anerkannten Test Am Ende der Mittelstufe können Schüler einen international anerkannten Test machen (B 1 / B 2), in dem sie ihre Französisch-Kenntnisse auf verschiedenen Kompetenzstufen nachweisen.

Hauptschulabschluss:

Der frühere Hauptschulabschluss heißt jetzt „Erster allgemeinbildender Abschluss“. (s. Erster allgemeinbildender Abschluss)

Intensivierung:

In diesen Stunden üben und wiederholen zwei Lehrkräfte in einer Klasse den Stoff in Deutsch, Mathematik oder den Fremdsprachen, damit die Kinder Inhalte aufholen oder vertiefen können. Diese Stunden können auch auf zwei Fächer aufgeteilt werden, dann hat z.B. die halbe Klasse Deutsch und die andere Hälfte Mathematik.

Klassenfahrt:

Die Klassenfahrt in der Mittelstufe findet in der 7. oder 8. Jahrgangsstufe statt. Sie soll ca. 5 Tage dauern und ein Ziel in Norddeutschland anstreben, Der Kostenrahmen beträgt laut Schulkonferenzbeschluss 260 €, bei erlebnispädagischen Inhalten 280 €. Weitere Wanderfahrten / Exkursionen oder Teilnahme an Austauschprogrammen sind möglich.

Latein/Latinum:

Nach der 9. Klasse wird bei mindestens ausreichenden Leistungen das Kleine Latinum zuerkannt, sofern Latein als 2. Fremdsprache gewählt wurde.

Leuchttürme:

s. Begabtenförderung

Mittlerer Schulabschluss:

Wird im achtjährigen Bildungsgang mit der Versetzung in die 11. Klassenstufe (Q 1) erworben. Verordnung: „Die Schülerinnen und Schüler erwerben sowohl im achtjährigen als auch im neunjährigen Bildungsgang mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss und mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 11 den Mittleren Schulabschluss.“ (Schulartverordnung Gymnasium, § 8, 2)

Bei Wiederholung von 9 und unsicherer Versetzung in die Oberstufe gilt:  Schülerinnen und Schüler, die im achtjährigen Bildungsgang die Jahrgangsstufe 9 wiederholen und deren Versetzung in die Einführungsphase aufgrund des Zeugnisses zum Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 9 erneut gefährdet ist, können auf Antrag der Eltern an der Prüfung zum Mittleren Schulabschluss in der Jahrgangsstufe 10 der Gemeinschaftsschule teilnehmen. (Schulartverordnung Gymnasium, gültig ab 1.8.2014, § 5).  

Erreicht ein Schüler dieses Ziel nicht, kann er bei Abgang ein Abgangszeugnis mit einer Gleichwertigkeitsbescheinigung erhalten, sofern er die Voraussetzungen dafür erfüllt.

Oberstufe:

Nach der 9. Klasse entscheidet die Klassenkonferenz über den Übergang in die Oberstufe. Im Gegensatz zu früheren Regelungen, als man z.B. mit Ausgleich versetzt werden konnte, stehen nun vor auch diagnostische und prognostische Überlegungen im Mittelpunkt.

So heißt es in der Verordnung dazu: „Im achtjährigen Bildungsgang erfolgt das Aufsteigen in die Einführungsphase der Oberstufe (Jahrgangsstufe 10) durch Versetzungsbeschluss der Klassenkonferenz am Schuljahresende. Eine Schülerin oder ein Schüler ist versetzt, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend benotet wurde. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, kann die Klassenkonferenz die Versetzung beschließen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der Oberstufe erfolgreich mitarbeiten kann. Schülerinnen und Schüler, die nicht versetzt werden, wiederholen die Jahrgangsstufe 9. Die Wiederholung ist einmal möglich.“ (Schulartverordnung Gymnasium, gültig ab 1.8.2014, § 6, 4)

Pfiffikus:

s. Begabtenförderung

Praktikum:

Am Ende der 9. Klassenstufe absolvieren unsere Schüler ein 2-wöchiges Betriebspraktikum. Dieses dient sowohl der Begegnung mit der Arbeitswelt als auch der eigenen beruflichen Orientierung. Es beginnt ca. 4 Wochen vor Schuljahresende (vgl. aktueller Terminkalender).

Realschulabschluss:

Der frühere Realschulabschluss heißt jetzt Mittlerer Schulabschluss (s. Mittlerer Schulabschluss)

Schrägversetzung:

s. Aufstieg

Stundentafel:

Ausgehend von den Verordnungen der Landesregierung haben wir die Unterrichtsverteilung für die Jahrgänge vorgenommen. Die entsprechende Kontingentstundentafel sehen Sie unter der Rubrik „Unterrichtsangebot“.

Umfang:

Die Mittelstufe umfasst in G 9-Jahrgängen die Klassen 7-10, in G 8-Jahrgängen die Klassen 7-9. Dort ist der 10. Jahrgang (E 1) ein „Mischjahrgang“, da er einerseits die Einführungsphase der Oberstufe darstellt und daher in erster Linie organisatorisch eben zur Oberstufenleitung gehört. Andererseits fallen abschlussbezogene Fragen (Mittlerer Schulabschluss) noch in die Zuständigkeit der Mittelstufenleitung.

Vergleichsarbeiten:

In Klasse 8 nehmen wir an landesweiten Vergleichsarbeiten teil, die in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch geschrieben werden, in zwei Fächern davon verbindlich.

Versetzung:

Von Klassenstufe 9 nach 10 wird versetzt (s. Oberstufe), nach 7 und 8 erfolgt i.d.R. ein Aufstieg (s. Aufstieg).

Wiederholung:

Das Wiederholen einzelner Klassenstufen möchten wir möglichst vermeiden und durch Fördermaßnahmen ersetzen. Die Klassenkonferenz kann sie empfehlen bzw. auf Antrag der Eltern darüber beraten, ob aufgrund besonderer individueller Umstände eine Wiederholung sinnvoll sein kann. Dieser Antrag sollte in Absprache mit der Klassenleitung und der Mittelstufenleitung vor dem Ende des Schuljahres (sinnvoll: 2 Wochen vorher) schriftlich an die Klassenkonferenz gerichtet werden.

Nach Klasse 9 wird das Kind bei Nicht-Versetzung in der Regel diese Klassenstufe wiederholen. Verordnung:  „Im achtjährigen Bildungsgang erfolgt das Aufsteigen in die Einführungsphase der Oberstufe (Jahrgangsstufe 10) durch Versetzungsbeschluss der Klassenkonferenz am Schuljahresende. Eine Schülerin oder ein Schüler ist versetzt, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend benotet wurde. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, kann die Klassenkonferenz die Versetzung beschließen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der Oberstufe erfolgreich mitarbeiten kann. Schülerinnen und Schüler, die nicht versetzt werden, wiederholen die Jahrgangsstufe 9. Die Wiederholung ist einmal möglich. (Schulartverordnung Gymnasium, gültig ab 1.8.2014, § 6, 4)“

Zeugnisse:

Die Zeugnisse werden jeweils zum letzten Schultag des Halb- bzw. des Schuljahres ausgegeben. Über die Noten, Bemerkungen, Aufstiege, Versetzungen und Vorbehalte entscheiden die Zeugniskonferenzen. Neben den Fachnoten erhalten die Schüler entsprechend der Zeugnisverordnung Aussagen zum Lern- und Sozialverhalten. Diese werden vom Klassenlehrer vorgeschlagen und dann im Klassenkollegium abgestimmt. Die tabellarische Darstellung dazu haben wir mit der Weber-Schule gemeinsam entwickelt.