Unterricht

Oberstufe

Leitung:
Rolf Hoffmann
E-Mail: Rolf.Hoffmann@schule.landsh.de
Tel.: 04521-794636

Aufgaben:
Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in den Fragen der gymnasialen Oberstufe und in Schullaufbahnentscheidungen
Berufsorientierung (Studium; Ausbildung; gap year; …)
Kursverteilung und Profilzusammensetzung
Klausurplan
Zeugniskonferenzen Sek II
Wirtschaftspraktikum
Kursfahrten (Organisation; Grundsätze)
Planung und Durchführung des Abiturs
Datenschutzbeauftragter

Aktuelle Profile 2019/2020:
E-Jahrgang
Q1-Jahrgang
Q2-Jahrgang

 

 „Non vitae sed scholae discimus“


Zitat aus einem Brief von Lucius Annaeus Seneca an seinen „Schüler“ Lucilius (epistulae morales ad Lucilium 106, 11–12, ca. 62 n. Chr.), in dem er Kritik an den römischen Philosophenschulen seiner Zeit äußert.

So das Zitat im Original. Hat Seneca Recht? Oder lernen wir (doch) für das Leben?

Die folgende alphabetische Auflistung von Begriffen soll den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern einen groben Überblick über das System der gymnasialen Oberstufe vermitteln. Die Auflistung der Begriffe erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Rechtsgrundlage für die Anmerkungen ist die Landesverordnung über die Gestaltung der Oberstufe und der Abiturprüfung in den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (OAPVO) vom 2. Juli 2018.

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Abiturdurchschnittsnote (Block I / Block II)
Die Gesamtqualifikation ergibt sich aus der Addition der Punktsummen
1. bestimmter Halbjahresleistungen in den Fächern (Block I; maximal 600 Punkte; 36 Leistungen aus Q1 und Q2; 29x mindestens 5 Punkte). Hierbei sind Einbringpflichten zu beachten.  
2. der Abiturprüfung (Block II: maximal 200 Punkte; schriftlich: KF1, KF2, Profil gebendes Fach; mündlich: Auswahl eines in der Oberstufe durchgängig belegten Faches auf grundlegendem Niveau). Alle drei Aufgabenfelder müssen durch die Abiturprüfungsfächer abgedeckt werden.


Abiturprüfung
Die Abiturprüfung besteht aus vier oder fünf Prüfungen in unterschiedlichen Fächern. Es werden drei Prüfungen schriftlich auf erhöhtem Anforderungsniveau abgelegt (zwei der drei Kernfächer und das Profil gebende Fach). Die vierte Prüfung kann wahlweise als mündliche Prüfung oder als Präsentationsprüfung abgelegt werden. Die Schülerin oder der Schüler kann wählen, ob sie oder er zusätzlich eine fünfte Prüfung ablegt. Die fünfte Prüfung kann wahlweise als mündliche Prüfung in einem weiteren Fach auf grundlegendem Niveau oder als „besondere Lernleistung“ erfolgen.


Aufgabenfelder
Die Unterrichtsfächer sind jeweils einem Aufgabenfeld zugeordnet:
a) Sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld: Deutsch; Fremdsprachen; Kunst; Musik; Darstellendes Spiel
b) Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld: Geschichte; Geographie; Wirtschaft/Politik; Religion; Philosophie
c) Mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld: Mathematik; Biologie; Chemie; Physik; Informatik


Aufstieg
Innerhalb der Qualifikationsphase erfolgt der „Aufstieg“, sofern erwartet werden kann, dass die Schülerin oder der Schüler die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Abiturprüfung innerhalb der zulässigen „Verweildauer“ erfüllen kann.


Auslandsaufenthalt
Nach Rückkehr aus einem Auslandsaufenthalt wird der Schulbesuch in der Jahrgangsstufe fortgesetzt, in der der Auslandsaufenthalt begonnen wurde. Ein Antrag auf Überspringen oder eine Anrechnung von Ergebnissen aus der Einführungszeit kann gestellt werden. Über die Anträge entscheidet die Schulleiterin.


Besondere Lernleistung
Eine „besondere Lernleistung“ kann entweder als eine der Leistungen des Blocks I oder als zusätzliche Prüfungsleistung (Block II) ins Abitur eingebracht werden. Die Arbeit wird von einer Lehrkraft betreut und ist auf ein Jahr begrenzt. Die schriftliche Dokumentation soll nicht weniger als 20 Seiten und nicht mehr als 30 Seiten umfassen. Das Kolloquium vor dem Bewertungsausschuss dauert 30 Minuten.


Eintritt
1.: durch Versetzung in die Oberstufe (aus einem Gymnasium oder einer Gemeinschaftsschule)
2.: durch Prüfung erworbener Mittlerer Schulabschluss, der zum Besuch der Oberstufe berechtigt
3.: durch Erwerb einer Berechtigung aus einem anderen Bundesland oder dem Ausland.


Erster allgemeinbildender Schulabschluss (EAS)

Die Schülerinnen und Schüler erwerben mit der Versetzung in die Einführungsphase (G8!) den Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss (EAS).


Fachhochschulreife
Die Schülerinnen und Schüler können am Ende des zweiten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben. Bestimmte Voraussetzungen müssen dabei erfüllt sein (z, B.: 17 Halbjahresleistungen mit mindestens 85 Punkten, in 11 Unterrichtsfächern mindestens fünf Punkte).


Freiwilliger Rücktritt
Eine Schülerin oder ein Schüler kann auf Antrag der Eltern oder bei Volljährigkeit auf eigenen Antrag am Ende der Einführungszeit oder nach dem ersten bis dritten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase freiwillig um ein Schuljahr zurücktreten, sofern dadurch die zulässige Verweildauer nicht überschritten wird.


G8/G9
Die Schule befindet sich im Übergang vom G8-Modell zum G9-Modell. Im Schuljahr 2025/26 werden die Abiturientinnen und Abiturienten noch das Abitur nach 12 Schuljahren (G8) ablegen, danach nach 13 Schuljahren (G9).


Kernfächer
Kernfächer sind die Fächer Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache, in der die Schülerin oder der Schüler mindestens seit Jahrgangsstufe 8 (G8) unterrichtet worden ist. Diese Unterrichtsfächer werden auf erhöhtem Anforderungsniveau vierstündig (Q) unterrichtet.


Mittler Schulabschluss (MSA)
Die Schülerinnen und Schüler erwerben mit der Versetzung in die Qualifikationsphase (G8) den Mittleren Schulabschluss (MSA).


Mündliche Prüfung
Die mündliche Prüfung wird als Einzelprüfung durchgeführt. Sie dauert in der Regel 20 Minuten und gliedert sich in zwei Themenbereiche. Nach einer Vorbereitungszeit von 30 Minuten folgt jeweils ein freier mündlicher Vortrag (5 Minuten: Beantwortung der Fragen) mit anschließendem Prüfungsgespräch (5 Minuten).


Oberstufe
Die Oberstufe gliedert sich in eine Einführungsphase (Klassenstufe 10 (=E0) und eine Qualifizierungsphase (Klassenstufe 11 (=Q1) und 12 (=Q2)).


Oberstufenreform
Die neue OAPVO kann ab 2021 aufwachsend in Kraft treten. Den Kern der Überlegungen bildet der Wunsch, durch eine höhere Wochenstundenzahl in den Fächern auf erhöhtem Anforderungsniveau den Schülerinnen und Schülern mehr Vertiefung (Studierfähigkeit) zu ermöglichen und die Vergleichbarkeit der Lernbedingungen auch der Länder untereinander zu stärken. Der Charakter der Profiloberstufe soll erhalten bleiben, die Wahlmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler sollen zunehmen. Ein Baustein der Oberstufenreform ist zudem die Stärkung der Beruflichen Orientierung (BO).


Präsentationsprüfung
Eine Präsentation ist ein medienunterstützter Vortrag (ca. 10 Minuten) mit anschließendem Kolloquium (ca. 20 Minuten). Die Schülerin oder der Schüler erhält die Aufgabe für die Präsentation so, dass sie oder er vier Schulwochen Zeit zur Bearbeitung hat.


Profile
Ein Profil hat eine gemeinsame thematische Ausrichtung mit einer festgelegten Fächerkombination, bei der die Fächer verbindend unterrichtet werden. Abhängig von der Anzahl an Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe und den personellen Kapazitäten der Schule (Lehrkräfte) können wir in der Regel drei Profile anbieten: das naturwissenschaftliche Profil, das sprachliche Profil und das gesellschaftswissenschaftliche Profil. Das profilgebende Fach wird auf erhöhtem Anforderungsniveau vierstündig (Q) unterrichtet.


Profilwechsel
Ein Wechsel des Profils ist zum Beginn des zweiten Halbjahres der Einführungsphase möglich. Ein Anspruch auf ein bestimmtes Profil besteht nicht.


Spanisch
Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I nicht in einer zweiten Fremdsprache mindestens seit der Jahrgangsstufe 8 (G8) unterrichtet worden sind, erhalten in der Einführungs- und Qualifikationsphase vierstündigen Unterricht in einer neu beginnenden Fremdsprache (Spanisch). Dabei darf kein Schulhalbjahr mit 0 Punkten abschließen.


Versetzung (E-Q)
Die Versetzung in die Qualifikationsphase erfolgt durch Konferenzbeschluss. Eine Schülerin oder ein Schüler ist versetzt, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend („4“) und kein Fach mit ungenügend („6“) benotet wurde.


Verweildauer
Eine Schülerin oder ein Schüler darf die Oberstufe nicht länger als vier Schuljahre besuchen. Eine Jahrgangsstufe kann nur einmal wiederholt werden.


Wirtschaftspraktikum
Alle Schülerinnen und Schüler nehmen im Rahmen des Unterrichts im Fach Wirtschaft/Politik an einem Wirtschaftspraktikum (zwei Wochen; Q1; vor den Sommerferien) teil.

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Durch eine bestmögliche Beratung wollen wir die Jugendlichen durch die Oberstufe begleiten und auf ihr weiteres (Berufs-)leben hinführen. Mit der Aushändigung des Zeugnisses über die Allgemeine Hochschulreife sind die Schülerinnen und Schüler studierfähig und auf ihre Stellung als Bürgerin und Bürger mit ihren entsprechenden Rechten und Pflichten vorbereitet.

Also doch: „Non scholae sed vitae discimus!“